Informationen rund um den Tee.
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OLYMPISCHER BIO BERGTEE – SIDERITIS SCARDICA

 

Familie: Lamiaceaen / Lippenblütler
Gattung: Gliedkräuter
Wissenschafl. Name: Sideritis
Griechisch/Deutsch: Tsái tou vounoú – Olympischer Bergtee
Volkstümliche Namen: Bergtee, Eselstee, Hirtentee, Bittertee, Inseltee, Taubenkraut u. a. m. je nach Region.
Herkunft: Hochlagen des gesamten Mittelmeerraums ab einer Höhe von 1000 Metern auf sonnigen, sandigen, kalkhaltigen
Böden mit die Tageswärme aufnehmendem, felsigem Untergrund. In Griechenland findet sich unter vielen anderen auch die
endemische Art Sideritis scardica an Standorten im Taygeros-Gebirge bis oberhalb der Baumgrenze von 1300 – 2200 m. H.
Von über 150 Sideritis-Arten mit teils endemischer Ausprägung ist die Sideritis scardica wissenschaftlich am besten erforscht
und dokumentiert.
Größtenteils wird dieser Bergtee heute, großflächig angebaut, im Maschinenschnitt geerntet. Doch vereinzelt sammeln
griechische Bergbauern auch noch von biozertifizierten Wildbeständen von Hand. Einige Arten (Sideritis clandestina) wurden
nach vielen Waldbränden unter strengem Bestandsschutz gestellt.
Historie: Sideros (griech.) = Eisen wurde die Pflanze genannt, weil sie schon in der Antike zur Heilung von durch
Metalleinwirkung (Eisenschwerter, Speerspitzen usw.) hervorgerufenen Verletzungen heilende Anwendung fand. Eine weitere Deutung ist, dass das Aussehen der Blüten kleinen Pfeilspitzen aus Eisen gleiche.
Geschmack und Duft: Der Abguss von „Sideritis scardica“, der bedeutendsten unter den Sideritis-Arten, schmeckt würzig,
frisch aromatisch, zimtig, bisweilen auch weihrauchduftig. Andere im Handel befindliche Sideritis-Arten variieren aufgrund
anderer Klima- und Standortbedingungen in Duft und Geschmack:


Sideritis condusata Erdiger Apfel
Sideritis arguta Kamille, Süßholz
Sideritis stricta Leichter, kammillig
Sideritss argyrea Fenchel, Zitrone
Sideritis vuralli Leicht erdig
Sideritis congesta Salbei-Thymian


Inhaltstoffe: Ätherische Öle (Myristicin, Menthol, Thymol, a-Pinen, Pinen, Caryophyllenoxid, Limonen, 1,8-Cineol, Carvacrol, Myrcen, Germacren D, Spathulenol, a-Bisabolol, Fenchon, Sabinen), Bitter- u. Gerbstoffe, Flavonoide, Phenole, Palmitinsäure, Caryophyllen. Ferner auch Stoffe mit antibiotischer, schleimlösender, entzündungshemmender sowie stressmindernder und leistungssteigernder Wirkung.
Allergieauslösende Substanzen wurden in den Sideritis-Arten nicht nachgewiesen.

 

Seitdem Prof. Dr. Dr. Jens Pahnke von der Universität Rostock seine Untersuchungen über die Sideritis Scardica veröffentlichte, erfreut sich dieses Kraut anhaltend steigender Beliebtheit.


Wirkungen von Sideritis -Tee:
1. Führt Körper und Seele bei Schlafstörungen ins Gleichgewicht zurück.
2. Günstige Wirkung bei depressiven Störungen, Panik-Attacken, Generalisierte Angststörungen, Zwangsstörung,
Essstörungen, Klimakterische Beschwerden. Die Wirksamkeit ist neurobiologisch erklärbar durch die Aufhebung
von Störungen im Botenstoffsystem und die Regulierung des Serotonin-Noradrenalinaustauschs zwischen den
Nervenzellen.
3. Pflanzliche Alternative zur Linderung bei psychischen Leiden, Burnout, Stress, Erschöpfungszuständen,
Motivationslosigkeit. Stimmungsausgleichend ohne unerwünschte Nebenwirkungen.
4. Neurovegetative Erkrankungen wie z. B. Alzheimer und Parkinson: Im Deutschen Zentrum für Neurologische
Erkrankungen in Magdeburg wurde nach regelmäßigem Konsum von Sideritis scardica eine Zunahme der
Gedächtnisleistungen festgestellt. Nach regelmäßiger Anwendung der Pflanze kam es zu einer Abnahme schädlicher Ablagerungen im Gehirn um 80 %. Die Verweildauer der Neurotransmitter Serotonin, Dopamin und von Noradrenalin im synaptischen Spalt verlängerte sich. Hieraus resultiert eine längere Einwirkdauer auf die Rezeptoren und folglich die erhöhte Aktivität diverser Neuronentypen im Gehirn (Prof. Jens Pahnke).
5. Sideritis scardica bewirkt eine Entspannung der Herz- und Gefäßmuskulatur, beugt somit Herz- und Kreislauferkrankungen vor.
6. Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätssyndrom (ADHS): Sideritis scardica (Griechischer Bergtee) ist auch hier eine wirksame pflanzliche Alternative. Bei geregeltem Genuss des Tees (1 Ltr. täglich) verlaufen bei Kindern und Erwachsenen gleichermaßen Unruhezustände deutlich flacher ohne das sich, wie z. B. bei Ritalin-Medikationen, die Persönlichkeitsstruktur von Patienten negativ verändert.
7. Schleimlösung, Abhusten im Bereich der Atemwege, Linderung von Erkältungserkrankungen.
8. Bei Verdauungsstörungen wirkt Sideritis antiinflammatorisch, antibakteriell und antifungiell.
Zubereitung als milder Teeabguss:
4-6 Gramm/Liter mit kochendem Wasser überbrühen, etwas Zitrone hinzu geben, 6-8 Ziehminuten.


Zubereitung als Sud:
6-8 Gramm ganze oder geschnittene Sideritis /Liter Wasser abgedeckt aufkochen, 5 Minuten nachziehen lassen, etwas Zitrone hinzu geben und ungesüßt trinken.

 

Empfohlene Trinkmenge täglich: 1 Liter
Zucker, Honig oder Zuckersatzstoffe sowie Milchzugabe möglichst meiden.
Für den gezielten Dauergebrauch kann eine individuelle Zumischung weiterer Kräuter wie z. B. Zistrose für eine höhere antivirale, antibakterielle Wirkung erfolgen. Eine Vermischung mit ungesüßten hellen Fruchtsäften zur Geschmacksvariation ist möglich. Sideritis-Aufgüsse eignen sich auch als Basis zur Herstellung leckerer Eistee-Mixgetränke.
Achtung Verwechselungsgefahr!
Botanisch besteht bei den Sideritis-Arten eine Verwandschaft zum Salbei. Die Bezeichnung „Griechisches Eisenkraut“ impliziert eine Verwechselung mit europäischem Eisenkraut (Verbena officinalis) oder südamerikanischer Zitronenverbene (Verbena officinalis odorata).


Literaturquellen:
1. Claus Baden: Sideritis L. In: Arne Strid, Kit Tan (Hrsg.): Mountain Flora of Greece. Volume Two. Edinburgh University Press, Edinburgh 1991,
2. Antonis Alibertis: Healing, aromatic and edible plants of Crete. Mystis, Heraklion, Crete 2007.
3. Sideritis syriaca L. subsp. syriaca. In: Virtual Botanical Museum of Crete. Mediterranean Agronomic Institute of Chania, 2008
4. Rainer Knörle, Peter Schnierle: Extrakte aus Sideritis ssp. (griechischer Bergtee): Innovative zentral aktive Pflanzenextrakte mit breitem Wirkprofil.

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Redaktion: Ernst Janssen  Strandstraße 25 / 25980 Sylt, Mail: Janssen.e@t-online.de / Nachdruck nur mit Genehmigung.

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Olympischer BIO Bergtee aus dem TEEHAUS ERNST JANSSEN
Der hier angebotene Bergtee entstammt der Gattung SIDERITIS SCARDICA, die von der Bevölkerung eines Bergdorfes im Taygeros-Gebirge Griechenlands in einem Ökosozialen Gemeinschaftsprojekt auf über 2000 Metern Höhe oberhalb der Baumgrenze in Reihenkultur gepflanzt und selektiv von Hand geerntet wird. Er wird energiesparend am Standort in Trockenhäusern an frischer Bergluft getrocknet und von Hand geschnitten. Dieses ökosoziale Anbauprojekt ist mit dem EU-Biosiegel zertifiziert, das jährlich neu überprüft wird. Da die Lieferung nach Sylt direkt vom Ursprung aus Griechenland erfolgt, ist jeglicher mitverdienender Zwischenhandel ausgeschlossen. Durch diese Direktvermarktung können in einer der ärmsten Regionen Griechenlands neue Dauerarbeitsplätze erhalten und neu geschaffen werden.


Artikel 4613 GRIECHISCHER BIO BERGTEE geschnitten
50 g 6,20 € / 100g 11,25 € / 125 g / 14,05 €
250 g / 26,65 € 500g / 50,65 € 1 KG / 90,- €.


TEEhaus Ernst Janssen, Strandstraße 28, 25980 Sylt OT Westerland
Versand: www.teehaus-janssen.de Mail: janssen.e@t-online.de
Tel. (04651) 299 811