Informationen rund um den Tee.
Informationen rund um den Tee.

Die Pflanze

Pflanzenname – La Pacho, Guayacan, Pau d`Arco -

Lateinischer Name - Tabebuia serratifolia

Familie - Begnoniacee

Verbreitung - Regenwälder von Argentinien bis Mexiko, vereinzelt auch in trockenen Tropenwäldern

Bodenanforderung - kalk- und eisenhaltige Böden

Größe - Baum von bis zu 20 Meter Höhe u. 70 cm Umfang

Alter - im kühleren Gebirge bis zu 700 Jahre

Droge - innere Rinde von rotbrauner Färbung

Blatt - besteht aus fünf ovalen bis elliptischen, fliederähnlichen Einzelblättern. Einige Unterarten verfügen auch über siebenteilige Blätter mit gezahntem Rand.

Blüte - Insektenfressende,fünfblättrige Trompetenform in einfachem, trugdoldigem Blütenstand. Rosarot-tiefrote Blütenkrone von Dezember bis Februar.

Die wichtigsten Inhaltstoffe:
Wirkstoffe für sich isoliert zu beurteilen, ergibt nur eine Teilwahrheit. In der wirkstofflichen Gesamtheit ergeben sich zusätzliche Synergiewirkungen, welche die Heilwirkung oft noch verstärken und die die jeweilige Einzelsubstanz übertreffen.

Chlorid – reguliert die Flüssigkeitsverteilung innerhalb und außerhalb der Körperzellen.Bei Mangel entstehen Verdauungsprobleme und Muskelschwäche.

Eisen – für den Sauerstofftransport im Blut verantwortlich wird Eisen, von Vitamin C unterstützt über die Darmpassage aufgenommen. E-Mangel hinterlässt neben allgemeinem Leistungsabfall Appetitlosigkeit und Müdigkeit. Ein Kilo Lapacho enthält 250 mg Eisen.

Fluor – vorbeugend gegen Karies härtet das von Kalium und Calzium begleitete Fluorid aus Lapacho-Rinde den Zahnschmelz. In diesem wirkstofflichem Verbund unterstützt Fluor die Eisenaufnahme, fördert die Wundheilung und schützt in der Schwangerschaft vor Anämie.

Jod – fördert die Tätigkeit der Schilddrüse, welche ihrerseits das Tempo der Energiegewinnung aus der Nahrungsaufnahme bestimmt. Jodmangel ist meist die Ursache einer Schilddrüsenvergrößerung. Jodmangel kann zu verminderter Stoffwechselleistung, zu Müdigkeit, Antriebslosigkeit aber auch zu Konzentrationsmangel führen.

Kalium – 180 mg/kg. Kalium reguliert den Wasserstand in den Körperzellen, fördert über das Nervensystem die Übertragung von Gehirnimpulsen auf die Muskulatur. Kalium begünstigt einen stabilen Herzschlag und normale Blutdruckverhältnisse. Kalium ist im Magen-Darm-Trakt ein wichtiger Bestandteil der Verdauungssäfte. Es schützt vor Schäden an der Herzmuskulatur, vor Muskelerschlaffung, vor niedrigem Blutdruck sowie Pulsschwankungen, Appetitlosigkeit und Verstopfung.

Kalzium – 45 g/kg. Wichtigster Aufbaustoff für die Knochen und Zähne. Stabilisiert die Zellmembranen und dichtet die Blutgefäße ab. Sorgt im Nervensystem für die Übertragung von Impulsen auf die Muskulatur.

Kobalt – sorgt u. a. als Baustein von Vitamin B12 für dessen Wirkung. Fördert den Eiweißstoffwechsel und die Aufnahme von Eisen und Jod. Bei Mangel an Kobalt entsteht Blutarmut.

Kupfer – obwohl nur in geringsten Spuren vorkommend, ist es maßgeblich an der Bildung roter Blutkörperchen beteiligt. Zudem fördert Kupfer die Sauerstoffversorgung aller Körperzellen. Kupfermangel führt zu Blutarmut, zu Störungen im Knochenwachstum und zu unregelmäßiger Hautpigmentation.

Magnesium – Baustein für Knochen und Zähne, erhöht die Erregbarkeit von Muskeln und Nerven, hemmt die Blutgerinnung, schützt vor Infarkt und Thrombosen. Magnesium fördert die Immunabwehr. Mangel hinterlässt Muskelzucken, Herzrhytmusstörungen, Muskelkrämpfen und Bewusstseinstrübungen.

Mangan – fördert die Zellentgiftung, unterstützt die körpereigene Abwehr, ist am Aufbau von Bindegeweben, Knochen, Knorpeln beteiligt. Mangan aktiviert viele wichtige Enzyme für lebenserhaltende Stoffwechselleistungen. Manganmangel liegt oft bei Fruchtbarkeitsstörungen vor.

Phosphat – wichtiger Bestandteil der Knochen. Unterstützt die Energiegewinnung und –umwandlung sowie die Tätigkeit des Gehirn und der Nerven. Phosphormangel führt zu Muskeldystrophien sowie bei gleichzeitigem Mangel an Vitamin-D auch zu Rachitis u. zu allg. Wachtstumsstörungen.

Selen – Schutzstoff gegen schädliche Schwermetallwirkungen. Selen setzt die Schadwirkung vieler Schwermetalle herab und verhindert die Zerstörung wichtiger Fettsäuren an der Zelloberfläche. In Regionen mit selenreicher Ernährung kommen Infarkte und Brustkrebs signifikant geringer vor als in selenarmen Vergleichsgebieten.

Zink – unterstützt den Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel, fördert die Wundheilung, erhält die Fruchtbarkeit von Mann und Frau gleichermaßen. Zinkmangel führt zu erhöhter Stressanfälligkeit, Appetitlosigkeit, Haarausfall, Infektionsanfälligkeit und schlechter Wundheilung.

Lapachol – ein pflanzlicher Wirkstoff mit antibiotischer und tumorhemmender Wirkung. Selbst in minimaler Dosis von nur 1/1000 g/Kg ist Lapachol noch eine hochwirksame Substanz.
Derivate des Phenols – sind z. B. Vanillin, Vanillinsäure, Anisaldehyd, Abkömmlinge von Naphtochinone und andere mehr. 
Abwehrstärkende und wundheilende Stoffe – bislang wurden 20 chemische Verbindungen isoliert. Unter anderen auch Veratrumsäure und Veratrumaldehyd, die als Immunstimulanzien bekannt sind und die die körpereigenen Abwehrkräfte stärken.

Gerbstoffe – im Gehalt schwankend zwischen 10 – 18 %. Als Adstringentien fördern sie die
Wundheilung, auch bei Hautleiden. Bei nässenden Hautausschlägen und Ekzemen wirken Gerbstoffe lindernd.

Die Wirkung von LaPacho-Extraktzubereitungen:
Mit der Akzeptanz der Urwaldmedizin tut sich die von wirtschaftlichen Interessen mitbestimmte westliche Medizin heute schwer und vergisst völlig, dass z. B. das von ihr lange Zeit gegen Malaria u. a. Tropenerkrankungen verwendete Mittel, das 1820 entdeckte Chinin aus der Chinarinde, ein solches ist.

Zusammengefaßt beschreiben medizinische Autoren folgende LaPacho-Wirkungen:
Entgiftend – Basen bildend – das Immunsystem stärkend – anregend – schmerzstillend – blutdrucksenkend – harntreibend – wundheilend – entzündungswidrig – revitalisierend – antitumoral – fiebersenkend – antibakteriell – pilztötend – blutreinigend – hautreinigend – gegen Angst und depressive Stimmungen und vieles mehr wirkend.

Bislang vorliegende Untersuchungen:

- Antitumorale Aktivität / nachgewiesen durch Zell- und Tierversuche am National Cancer Institut, USA.

- Wachstumshemmung verschiedener Tumorarten / C.F. de Santanas Untersuchungen fettlöslicher und wasserlöslicher Lapachoauszüge.

- Tumorhemmende Wirkung – Nachweis durch Dr. Theodore Meyer /Uni Tucuman. Er isolierte aus der Rinde Lapachol mit tumorhemmender Wirkung.

- Nach Dr. Morm Farnsworth/Uni Illinois u.d Dr. James Duke/staatl. Gesundheitsinstitut enthält Lapachorinde einen Wirkstoff, der die Krebstherapie efektiv untersützen kann.

- Nach Prof. Paulo Martin/medizin. Forschungsbeauftragter der brasilianischen Regierung, verwenden die Callawaya-Indianer roten LaPacho erfolgreich gegen Leukämie u. a. Krebserkrankungen.

- W. Accorsi, Sao Paulo: Experimente mit LaPacho ergaben bei Krebs eine schmerzlindernde Wirkung sowie Anstieg der roten Blutkörperchen. Er berichtet ferner von positiven Ergebnisse bei Diabetes, Rheuma und Geschwüren.

- Der Deutsche Arzt Dr. Theodor Binder bezeichnet LaPacho als Spurenelement- und Mineralstoffspender sowie als Adjuvans in der Krebsbehandlung. - K.A.Duke berichtet über Verminderung von Candida-albicans-Pilzerkrankungen.

- S.Oga und T.Sekina Tierversuche an Ratten ergeben entzündungshemmende Wirkung des Extrakts.

- Eine antibiotische und keimtötende Wirkung wurde auch durch Dr. Theodore Meyer/Uni Tucuman nachgewiesen. Er isolierte aus La Pachorinde das antibiotisch wirkende Chionon/Xyloidin.

- Cancer News Journal/Frühjahr 1992 veröffentlicht einen Bericht, sonach La Pacho hilfreich in der Behandlung von Diabetes mellitus, Anämie, Gastritis, Bronchitis und von Allergien einsetzbar ist.

- Die Dietmann Research Foundation Los Angeles berichtet von stimulierender und vorbeugender Wirkung auf den Verdauungstrakt sowie auf die Leber, den Darm und die Gallenblase. In der Heilkunst der Guarini und Tupi-Indianer Südamerikas wird die innere, rötlich färbende Rinde des La Pacho-Baumes auch äußerlich zur Wundheilung eingesetzt. Sie bezeichnen den La Pacho-Baum als den „Baum des Lebens“ sowie als „Baum der Götter“.

La Pacho-Tee stärkt das psychische Wohlbefinden:
Es ist allgemein bekannt, wie wichtig eine täglich hinreichende Mineralstoffzufuhr auch für den Erhalt gesunder psychischer Leistungen ist. La Pacho enthält reichlich hiervon. Körper und Seele sind dichter miteinander verstrickt, als manchen unter uns bewusst ist.

Hinweis zu Risiken und Nebenwirkungen: Bislang sind keine bekannt geworden.
Die von mir wiedergegebenen medizinische Indikationen beruhen zumeist auf Anwendung stark gezogener La Pacho-Dekokte, zu deren dauerhafter Anwendung ärztlicher Rat einzuholen ist. In weiten Verbraucherkreisen besteht heute glücklicherweise wieder eine starke Rückbesinnung auf Mittel der Natur. Sprechen Sie dennoch Selbstmedikationen immer mit einem auch naturheilkundlich orientiertem Arzt des Vertrauens abzusprechen.

Die Zubereitung von La Pacho-Tee:
Für normalen Kräuterteegenuß bitte 3-4 Teelöffel per Liter auf siedend Wasser geben. Die Ziehzeit sollte nachfolgend nur 5-10 Minuten betragen. So mundet der Tee milder und erfüllt dennoch seinen Zweck als „Lebensmittel“.

Handelsprodukte:
Das TEEhaus Janssen bietet Ihnen Bio La Pacho pur (Nr. 4621) sowie in einer angenehm mundenden Mischung La Pacho Melange (mit Blüten, Cistuskraut, Rooibusch und Früchten (Nr. 4002).
Im Handel befinden sich auch eine Reihe von Tabletten- u. Pulverprodukten. Hochdosierungen, die einer ärztlichen Empfehlung bedürfen. Da diese mit viel Wasser verbunden Aufnahme finden sollen, kann man auch gleich La Pachotee trinken und spart viel Geld dabei.

Handelsnamen für La Pacho-Tee:

La Pachotee, Lapacho Tee, La Pacho colorado (Rot La Pacho), La Pacho-Rindentee, Roter La Pacho-Tee, Pau d`Arco (Bogenholz), Paoheebo, Taheebo, Ipé Roxo / La Pacho Iperoxo (Ipe = Rinde, Roxo = rot), Bow Stick, Ipes.

La Pacho-Tee nur im seriösen Fachhhandel kaufen:
Meiden Sie billige La Pacho-Tees, vor allem über zweifelhafte Bezugsquellen gekauft. Frischen La Pacho-Tee nicht in Fertigpackungen und in Geschäften mit guter Umsatzfrequenz kaufen. Der seriöse Fachhandel unterliegt den Bestimmungen der Hygieneverordnung. Zu feucht aufbewahrter und überlagerter Tee unterliegt der Gefahr von Pilzbefall/Schimmelsporenbildung. Billiger La Pacho entstammt oft von abgeschälten, gerodeten Urwaldbäumen. La Pacho lässt sich aber auch von lebenden Bäumen von dessen Unterrinde schälen. Die diesen Urwaldbäumen an zuvor festgelegten Standorten durch Schälung zugefügte Wunde verwächst nach kurzer Zeit wieder und erlaubt ein wiederkehrendes Ernten. Für den hierfür etwas höheren Erzeugerpreis bleibt aber der tropische Regenwald geschützt und die Weltklima-Balance im Gleichgewicht.

Haltbarkeit:
Bei trockener Luft und Dunkelheit beträgt die Haltbarkeit von La Pacho mehrere Jahre. Bitte nicht zu warm, zu feucht oder unter permanentem Lichteinfluss lagern.

Literatur:

A.Schwarz, P. Schweppe: „Natürlich gesund mit Lapacho“.
Dr. Hofmann, W. Gehring: „Richtig Trinken“.

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Nachdruck - auch auszugsweise - nur mit vorheriger Genehmigung und Belegexemplar.
copyright und Redaktion: Ernst Janssen, 25980 Westerland, Strandstraße 28.

Weiterführende Teeinformationen:

Janssens TEE ALMANACH ISBN 978-3-927359-85-7

Tel.: 04651 – 299 811                                                                         e-mail: janssen.e@t-online.de